STUDIEN

Unsere User-Experience Studie

Für uns ist ein wissenschaftliches Fundament all unsere Produkte unverzichtbar. Deshalb führen wir selbst Studien durch und lassen deren Ergebnisse in die Produktentwicklung einfließen. In unserer ersten Studie haben wir untersucht, wie Patient*innen nach einem Schlaganfall auf die Nutzung unserer VR Anwendung teora® mind reagieren.

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Behandlung mit Head-Mounted Displays (Virtual-Reality-Brillen) sowohl von älteren Erwachsenen im Allgemeinen als auch von Schlaganfallpatienten im Speziellen gut angenommen wird. Die positive Einstellung zur Therapie mit Virtueller Realität war dabei unabhängig von vorherigem Kontakt mit Virtual Reality.

Lesen Sie hier die gesamte Publikation:

Specht, J. et al. (2021). Acceptance of immersive head-mounted display virtual reality in stroke patients. Computers in Human Behavior Reports, Volume 4, 2021, 100141.

Klinische Studie: teora® mind übertrifft Standardtherapie

Zur Wirksamkeit von teora® mind wurde eine randomisierte-kontrollierte Studie durchgeführt. Dabei wurden Behandlungsergebnisse der VR-Therapie mit teora® mind mit denen der gängigen Standardbehandlung verglichen. Die Standardtherapie umfasst derzeit abstrakte Übungen am Computer, in denen beispielsweise die Schritte zum Bau eines Schneemannes in die richtige Reihenfolge gebracht werden.

In der Studie wurden nun 42 Schlaganfall-Patient*innen nach dem Zufallsprinzip in zwei Behandlungssträngen eingeteilt: 21 Patient*innen erhielten die Standardtherapie, während 21 weitere Patient*innen mit teora® mind behandelt wurden. Sie erhielten im Zeitraum von 4-6 Wochen durchschnittlich 18,7 Behandlungssitzungen von jeweils 30-45 Minuten. Anschließend wurden die Veränderungen im Bereich der kognitiven Fähigkeiten gemessen: Die VR-Gruppe erzielte signifikante Verbesserungen im Bereich der Exekutivfunktionen, insbesondere in den Bereichen Planung und Problemlösung. In der Kontrollgruppe mit Standardtherapie wurden keine Verbesserungen festgestellt. Beide Gruppen starteten auf demselben Ausgangsniveau.

Während der Studie sind keine schwerwiegenden geräte- oder verfahrensbedingten Nebenwirkungen aufgetreten. Darüber hinaus wurde die Behandlung sowohl von den Patient*innen, als auch von behandelnden Therapeut*innen und Ärzt*innen bemerkenswert gut angenommen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die immersive VR-Neurotherapie mit teora® mind eine sichere und wirksame Behandlungsoption für Patienten*innen mit kognitiven Defiziten nach einem Schlaganfall darstellt.

Die vollständige Studie wurde im Journal of Medical Internet Reseach: Serious Games veröffentlicht und ist hier einsehbar.

Um unser Produkt zu verbessern und für weitere Anwendungsgebiete zu validieren, arbeiten wir bereits an weiteren Forschungsprojekten. Darüber hinaus sind wir immer auf der Suche nach innovativen Ideen und Lösungsansätzen.

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Unsere Studie zu VR und Mild Cognitive Impairment

Virtual Reality bei leichter kognitiver Beeinträchtigung - wie gut nehmen ältere Menschen die Technik an?

Virtual Reality (VR) kennen viele bisher vor allem aus der Welt der Computerspiele. Dabei steckt in dieser Technik großes Potenzial für die Medizin: Mit einer VR-Brille kann man in eine ruhige, naturnahe Umgebung eintauchen oder gezielt das Gedächtnis und die Konzentration trainieren. Besonders interessant ist das für Menschen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung, also einer beginnenden Gedächtnisschwäche, die über das normale Maß des Älterwerdens hinausgeht.

Eine entscheidende Frage stand dabei lange im Raum: Lassen sich ältere Menschen überhaupt auf eine VR-Brille ein? Oder schreckt die ungewohnte Technik sie eher ab? Genau das hat ein Forschungsteam des Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim in einer Studie untersucht, die zur Veröffentlichung in der Fachzeitschrift JMIR Aging angenommen wurde. Für die Untersuchung kam dabei unsere Anwendung teora® mind zum Einsatz.

An der Studie nahmen 49 ältere Menschen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung teil. Per Zufall wurde entschieden, wer ein kognitives Training mit teora® mind in der VR-Brille absolvierte und wer stattdessen in eine entspannende Naturlandschaft in teora® mind eintauchte. Beide Gruppen nutzten dafür eine VR-Brille vom Typ Meta Quest 3S, die ohne aufwendige Zusatztechnik auskommt. Vor und nach dem Erlebnis wurde erfasst, wie die Teilnehmenden der Technik gegenüberstanden, wie sie das Erlebnis empfanden und ob ihnen dabei womöglich übel oder schwindelig wurde, ein bekanntes Phänomen bei VR, das man als „Cybersickness" bezeichnet.

Die Ergebnisse sind ermutigend. Nach dem Ausprobieren standen die Teilnehmenden der VR-Technik deutlich positiver gegenüber als vorher: Die anfängliche Skepsis wich einer offenen, freundlichen Haltung. Das Erlebnis selbst wurde insgesamt als angenehm empfunden. Und obwohl Übelkeit beim Tragen einer VR-Brille immer wieder ein Thema ist, hatte bis auf eine einzige Person niemand nennenswerte Beschwerden.

Besonders aufschlussreich ist ein weiterer Befund: Das Forschungsteam hatte vermutet, dass Menschen mit stärkeren Gedächtnisproblemen oder mit depressiven Verstimmungen größere Schwierigkeiten mit der neuen Technik haben könnten. Diese Annahme bestätigte sich nicht. Weder schwächere kognitive Fähigkeiten noch eine niedergeschlagene Stimmung standen einer guten Akzeptanz der VR-Brille im Weg. Das bedeutet: VR ist offenbar auch für Menschen geeignet, bei denen man auf den ersten Blick Hürden erwartet hätte.

Ein Unterschied zeigte sich allerdings zwischen den beiden Anwendungen: Die entspannende Naturlandschaft kam etwas besser an als das fordernde kognitive Training mit teora® mind. Das ist wenig überraschend - Entspannung fällt leichter als Anstrengung - und es weist zugleich darauf hin, wo sich kognitives VR-Training noch angenehmer und einladender gestalten lässt.

Das Fazit der Studie macht Mut: Virtual Reality wird von älteren Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung gut angenommen, auch dann, wenn Gedächtnis oder Stimmung beeinträchtigt sind. Damit ist eine wichtige Grundlage gelegt, um Anwendungen wie teora® mind künftig noch stärker in der Behandlung einzusetzen und sie so zu gestalten, dass Menschen sie gerne und regelmäßig nutzen.

Lesen Sie hier die gesamte Publikation:

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Weitere relevante Studien zum Thema VR und Medizin

Neben der Durchführung eigener Studien haben wir selbstverständlich immer den aktuellen Stand der Wissenschaft im Blick. Eine Auswahl relevanter Studien zum Einsatz von Virtual Reality Anwendungen in der Medizin finden Sie im Folgenden:

2022

He D, Cao S, Le Y, Wang M, Chen Y, Qian B. (2022). Virtual Reality Technology in Cognitive Rehabilitation Application: Bibliometric Analysis. JMIR Serious Games 2022;10(4):e38315. DOI: 10.2196/38315🗗

Diese bibliometrische Analyse bestehender Literatur hat untersucht, wie sich die Forschung zu kognitivem Training mit immersiver virtueller Realität im medizinischen Kontext in den letzten Jahren entwickelt hat und kommt zu dem Schluss, dass die Anzahl veröffentlichter Arbeiten rasant angewachsen ist und effektive Behandlungsergebnisse mit VR erzielt werden können.

2021

Jahn FS, Skovbye M, Obenhausen K, Jespersen AE, Miskowiak KW. (2021). Cognitive training with fully immersive virtual reality in patients with neurological and psychiatric disorders: A systematic review of randomized controlled trials. Psychiatry Res. 2021 Jun;300:113928. doi: 10.1016/j.psychres.2021.113928. Epub 2021 Apr 6. PMID: 33857847 🗗

Ein systematischer Review von klinischen Studien, die kognitives Training in immersiver virtueller Realität bei Patienten mit neurologischen und/oder psychiatrischen Erkrankungen zum Gegenstand hatten, kam zum Schluss, dass immersive VR ein großes Potential in der Rehabilitation und Behandlung hat.

2021

Kang J, Kim N, Lee S, Woo S, Park G, Yeon B, Park J, Youn J, Ryu S, Lee J, Cho S. (2021). Effect of Cognitive Training in Fully Immersive Virtual Reality on Visuospatial Function and Frontal-Occipital Functional Connectivity in Predementia: Randomized Controlled Trial. J Med Internet Res 2021;23(5):e24526. DOI: 10.2196/24526🗗

In dieser Studie wurde untersucht, ob immersive virtuelle Realität eine Auswirkung auf die kognitiven Funktionen von prädementiellen Patienten hat. Die Ergebnisse zeigen, dass sich in der VR-Gruppe die visuell-räumlichen Fähigkeiten im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten. Im fMRT wurde dies gestützt durch eine erhöhte Konnektivität in den zugehörigen Hirnarealen. Daneben wirkte sich die VR positiv auf Apathie, Affekt und Lebensqualität aus.

2020

Ansado et al. (2020). How brain imaging provides predictive biomarkers for therapeutic success in the context of virtual reality cognitive training🗗

Kognitives Training in VR erzeugt nachweisbare Veränderungen im Gehirn, welche auch mit spezifischen Biomarkern nachweisbar sind und prädiktiven Wert haben können.

2020

Lee, C.-H., Kim, Y.-S., Jung, J.-H. (2020). Effectiveness of Virtual Reality based Cognitive Rehabilitation on Cognitive Function, Motivation and Depression in Stroke Patients🗗

Kognitive Rehabilitation bei Patienten nach subakutem Schlaganfall mit virtueller Realität hat positivere Auswirkungen auf die kognitive Funktion und die Motivation als konventionelle kognitive Behandlungsansätze.

2020

Liao et al. (2020). Using virtual reailty-based training to improve cognitive function, instrumental activities of daily living and neural efficiency in older adults with mild cognitive impairment🗗

Immersive VR in Kombination mit körperlicher Aktivität hat bei älteren Menschen mit Mild Cognitive Impairment einen positiven Effekt auf verschiedene kognitive Fähigkeiten. Die positiven Effekte von VR und körperlicher Aktivität waren signifikant besser, als die des Computertrainings.

2020

Pedro Gamito, Jorge Oliveira, Catarina Alves, Nuno Santos, Cátia Coelho, and Rodrigo Brito (2020). Virtual Reality-Based Cognitive Stimulation to Improve Cognitive Functioning in Community Elderly: A Controlled Study.Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking. Mar 2020.150-156🗗

Immersive virtuelle Realität, die sich ökologisch validen Trainingsumgebungen orientiert, erzielt bei älteren Menschen eine Verbesserung kognitiver Funktionen und wirkt sich auch positiv auf psychiatrische Parameter aus.

2020

Thapa et al. (2020). The Effect of a Virtual Reality-Based Intervention Program on Cognition in Older Adults with Mild Cognitive Impariment – A Randomized Control Trial🗗

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass VR-basiertes kognitives Training positive Auswirkungen auf die Kognition bei Patienten mit Mild Cognitive Impairment hat, insbesondere konnten Verbesserungen der Exekutivfunktionen und einigen körperlichen Fähigkeiten nachgewiesen werden. Ebenfalls zeigte die Hirnaktivität (nachgewiesen im EEG) positive Veränderungen hinsichtlich der Aufmerksamkeit während des VR-Trainings.

2013

Grewe et al. (2013). Learning real-life cognitive abilities in a novel 360°-virtual reality supermarket- a neuropsychological study of healthy participants and patients with epilepsy🗗

Eine 360°-VR-Umgebung eines virtuellen Supermarktes erzeugte bei Epilepsiepatienten Lerneffekte (visuospatial, strategisch, verbal). VR eignet sich bei Epilepsiepatienten und Gesunden dazu, alltägliche Aktivitäten zu trainieren.

2013

Nudo, R.J. (2013). Recovery after brain injury-mechanisms and principles🗗

Gezielte und intensive Rehabilitation nach einer Verletzung des Nervensystems ist wichtig und effektiv, um von biologischen Prinzipien im Rehabilitationsprozess profitieren zu können.