ÜBUNGEN‍ > GARTEN > PFLANZEN - PLANUNG

Ziel und Problemstellung

Das Ziel der Patienten ist hier, einen Handlungsplan zum Wachsenlassen einer Pflanze zu erstellen und diesen anschließend exakt so umzusetzen. Die Problemstellung für Patienten liegt darin, sowohl eine logisch sinnvolle Abfolge von Handlungsschritten zu bestimmen als auch beim erfolgreichen Merken der Handlungsschritte, während sie vom Durchführen der Handlungsschritte abgelenkt sind.

Was wird in der Übung “Pflanzen - Planung” gemacht?

In dieser Übung durchlaufen die Patienten den gesamten Lebenszyklus einer Gartenpflanze – von der ersten Vorbereitung des Bodens bis hin zur fertigen Ernte. Die Aufgabe gliedert sich in zwei wesentliche Schritte: die strategische Vorausplanung und die anschließende praktische Umsetzung im Garten.

Zuerst werden alle notwendigen Arbeitsschritte im Voraus geplant, um die richtige Abfolge der Gartenarbeit logisch festzulegen. Sobald diese Planung abgeschlossen ist, werden die geplanten Schritte in die Tat umsetzen: Es wird ein Loch gegraben, gedüngt und die Pflanze eingesetzt. Die Pflanze muss anschließend so lange ausreichend gegossen und gepflegt werden, bis sie ausgewachsen ist und schließlich geerntet werden kann. Die Übung kombiniert so gezielt das vorausschauende Denken mit der Handlungsplanung und Konzentration.

Schwerpunkte

  • Exekutivfunktionen und Handlungsplanung (Schritte in die richtige Reihenfolge bringen und merken)

  • Arbeitsgedächtnis (die geplante Reihenfolge während der Ausführung im Gedächtnis behalten)

  • Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe (Wachstumsanzeige, Wasserpegel und Unkraut im Blick behalten)

  • Strukturiertes, zielgerichtetes Handeln (Aufgaben in der richtigen Abfolge ausführen)

  • Flexibilität und Reaktionsvermögen (auf unerwartete Ereignisse wie Unkrautwachstum reagieren, ab höherem Schwierigkeitsgrad)

Video: Kompletter Übungsablauf

Beschreibung des Übungsablaufs

Pflanzen - Planung

Diese Übung ist in zwei wesentliche Bereiche unterteilt: Zuerst werden alle notwendigen Arbeitsschritte logisch im Voraus geplant, um die richtige Abfolge der Gartenarbeit festzulegen. Sobald diese Planung abgeschlossen ist, müssen die Patienten die geplanten Schritte aktiv im Garten in die Tat umsetzen. Die Übung endet automatisch, sobald alle Früchte erfolgreich geerntet und in den Korb gelegt wurden.


Planungsphase

In der Planungsphase liegen vor den Patienten kleine Holzkarten, die an einer großen Holztafel in der richtigen, logischen Reihenfolge angeordnet werden müssen. Auf der Vorderseite der Karten ist jeweils ein Bild der Tätigkeit abgebildet, während auf der Rückseite der Name der Tätigkeit geschrieben steht. Einige Karten müssen zwingend nach anderen Karten platziert werden, um eine sinnvolle Kette zu ergeben (z. B. muss immer zuerst ein Loch gegraben werden, bevor der Setzling gepflanzt werden kann). Je nach Schwierigkeitsgrad umfasst der Plan bis zu neun Schritte:

1. Zu Beginn (Variable Reihenfolge)
Die folgenden grundlegenden Schritte müssen am Anfang in beliebiger Abfolge geplant werden:
• Düngen
• Loch graben → Setzling pflanzen
• Gießkanne befüllen → Beet bewässern
2. Anschließend (Feste Reihenfolge)
Darauf aufbauend müssen die restlichen Schritte in genau dieser festen Abfolge folgen:
Unkraut entfernen → Früchte pflücken → Früchte waschen → Früchte abgeben

Die „Prüfen"-Schaltfläche prüft die Reihenfolge: Korrekte Karten leuchten grün auf, falsch platzierte gelb. Es müssen nur die Karten neu platziert werden, die von der Holztafel abfallen. Die korrekte Reihenfolge sollte gut eingeprägt werden, da sie im nächsten Schritt selbständig ausgeführt werden muss. Bei Bedarf kann jedoch jederzeit die „Hilfe"-Schaltfläche genutzt werden, die die geplante Reihenfolge während der Handlungsphase kurz einblendet.


Handlungsphase

Nachdem der Plan in der vorigen Phase gemacht wurde, muss dieser nun in die Tat umgesetzt werden. Wenn die „Hilfe"-Schaltfläche gedrückt wurde und die Holztafel den Plan anzeigt, wird durch eine gelb leuchtende Umrandung angezeigt, welcher Schritt als nächstes ausgeführt werden soll. Abgeschlossene Schritte leuchten grün auf.

  • Pflanzen: Mit der Schaufel ein Loch ins Beet graben und den Setzling einsetzen.
  • Düngen: Den Dünger umdrehen und über dem Beet ausschütteln.
  • Gießen: Die Gießkanne am Wasserhahn befüllen und so neigen, dass das Wasser aus der Gießbrause auf das Beet fließt. Eine Wasserstandsanzeige direkt im Beet markiert farblich, wie viel Wasser gegossen werden muss. Das Beet verbraucht kontinuierlich Wasser. Also muss regelmäßig überprüft werden, ob nachgegossen werden muss.
  • Unkraut entfernen: Ab einem höheren Schwierigkeitsgrad taucht Unkraut im Beet auf, das durch Greifen und Hochziehen entfernt werden muss, bevor die Pflanze weiterwächst.
  • Ernten: Sobald die Pflanze Früchte trägt, werden diese gegriffen. Wenn die Früchte dreckig sind, müssen sie im Wasserbad gewaschen werden, bevor insgesamt drei Früchte in der Schale abgelegt werden.

Ende der Übung

Am Ende zeigen sowohl das virtuelle Tablet als auch die Holztafel eine farbige Übersicht aller Schritte:
Grün: Schritt erfolgreich und in der geplanten und somit richtigen Reihenfolge ausgeführt.
Gelb: Schritt wurde durchgeführt, aber nicht in der geplanten Reihenfolge.
Rot: Schritt wurde nicht vollständig oder gar nicht durchgeführt.


Schwierigkeitsgrad

Mit steigendem Schwierigkeitsgrad nimmt die Komplexität der Aufgabe kontinuierlich zu, da je nach gewählter Stufe immer mehr Handlungsschritte hinzukommen, die im Voraus strukturiert und anschließend fehlerfrei umgesetzt werden müssen.

Im Vergleich zu den meisten anderen Übungen können Patienten den Schwierigkeitsgrad hier nicht von 5% bis 100% wählen, sondern direkt von Stufe 3 bis 9. Diese Kennzahl steht exakt für die Anzahl der einzelnen Handlungsschritte, die zur vollständigen Pflege und Fertigstellung der Pflanze erforderlich sind.

Übersicht der Schwierigkeitsgrade
Schwierigkeit Änderungen / Aktionen
3
  • Pflanzen
  • Ernten
  • Frucht abliefern
4
  • Gießen (kommt hinzu)
5
  • Graben (kommt hinzu)
6
  • Giesskanne auffüllen (kommt hinzu)
7
  • Düngen (kommt hinzu)
8
  • Waschen (kommt hinzu)
9
  • Unkraut jäten (kommt hinzu)