TEORA® MIND WIKI

Was ist teora® mind?

teora® mind ist eine VR-Therapiesoftware für alltagsnahes kognitives Training, die speziell für den Einsatz in der neurologischen Rehabilitation entwickelt wurde. Sie richtet sich an Behandelnde, die ihre Patienten mit kognitiven Einschränkungen, etwa nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, bei Parkinson oder Mild Cognitive Impairment, gezielt und evidenzbasiert behandeln möchten.

Als erstes und einziges gemäß MDR zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa in der EU zur Behandlung kognitiver Defizite in der Neurotherapie ist teora® mind kein gewöhnliches Gehirntraining. Die Software ist klinisch geprüft, trägt das CE-Kennzeichen nach EU-Richtlinie 2017/745 und wird unter einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem (DIN EN ISO 13485) entwickelt und betrieben.

Das Grundprinzip: Alltag trainieren, um den Alltag zurückzugewinnen

Viele kognitiven Trainings arbeiten mit abstrakten Aufgaben, Zahlenreihen, Merkspiele, isolierte Gedächtnisübungen. Das Problem: Patienten können das dort Gelernte oft nicht auf ihre realen Alltagsprobleme übertragen. teora® mind geht einen anderen Weg.

Alle Übungen orientieren sich an Activities of Daily Living (ADL), also an konkreten Alltagshandlungen wie Kaffeekochen, Gartenarbeit oder dem Umgang mit Geld. Patienten trainieren nicht abstrakt, sondern genau die Fähigkeiten und Handlungsabläufe, die sie im echten Leben benötigen. Das erleichtert den Lerntransfer erheblich und macht Therapieerfolge für Patienten unmittelbar spürbar.

Die theoretische Grundlage bildet das Prinzip der neuronalen Plastizität: Das Gehirn bleibt ein Leben lang lernfähig und kann durch gezieltes, wiederholtes Training neue Verbindungen aufbauen. teora® mind nutzt dieses Potenzial durch strukturierte, alltagsrelevante Übungsszenarien in vier virtuellen Umgebungen, Küche, Garten, Strand und Entspannungsraum – die jeweils spezifische kognitive Domänen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konzentration und Exekutivfunktionen ansprechen.

Die Rolle von Virtual Reality

Virtual Reality ist nicht Selbstzweck, sondern therapeutisches Werkzeug. Die VR-Technologie erzeugt eine immersive Umgebung, in der Patienten das Gefühl haben, tatsächlich anwesend zu sein – nicht vor einem Bildschirm zu sitzen. Dieser Präsenzeffekt hat zwei entscheidende therapeutische Vorteile:

Erstens wird der Lerntransfer in den Alltag erleichtert. Wer in teora® mind gelernt hat, Kaffee zu kochen, hat dieselben Handlungsschritte verinnerlicht, die auch in der eigenen Küche gefragt sind.

Zweitens können Übungen in einer sicheren, kontrollierten Umgebung stattfinden, in der Gefahrenquellen wie heißes Wasser oder Stürze eliminiert sind, und die beliebig oft wiederholt werden können, ohne Aufwand oder Risiko.

Gleichzeitig steigert der spielerische Charakter der VR-Anwendung die Therapiemotivation der Patienten spürbar, was sich direkt auf Therapiefrequenz und -kontinuität auswirkt.

Für wen ist teora® mind geeignet?

Die Software ist indiziert für Patienten ab 10 Jahren mit kognitiven Einschränkungen in mindestens einer kognitiven Domäne, die im Zusammenhang mit einer neurologischen Erkrankung stehen. Die Anwendung ist vollständig im Sitzen und einhändig durchführbar. Eine Sehhilfe ist keine Kontraindikation.

Eingesetzt werden kann teora® mind sowohl durch Behandelnde im klinischen oder ergotherapeutischen Kontext als auch von Patienten eigenständig zu Hause – begleitet durch die digitale Therapieplattform teora® platform.

Das Gesamtsystem im Überblick

teora® mind ist mehr als eine App. Das Gesamtsystem besteht aus drei Komponenten, die zusammenspielen:

Die VR-Brille (Meta Quest 2 oder 3S) mit zwei Hand-Controllern ist die Hardware, auf der die Therapiesoftware läuft. Sie ist vorinstalliert, mobil und sofort einsatzbereit.

Die Therapiesoftware teora® mind läuft auf der VR-Brille und enthält alle Übungsszenarien. Updates werden automatisch installiert, sofern eine Internetverbindung besteht.

Die Web-Anwendung teora® platform ermöglicht es Behandelnden Therapiepläne zu erstellen, den Trainingsfortschritt in Echtzeit zu verfolgen und Ergebnisse zu dokumentieren – und das auch dann, wenn Patienten von zu Hause aus trainieren.

Empfohlene Anwendung

teora® mind entfaltet seine Wirkung als Baustein in einem umfassenden Therapiekonzept. Empfohlen werden mindestens zwei Einheiten pro Woche à 30 Minuten. Positive Therapieeffekte sind nach 2 bis 4 Monaten zu erwarten. Zwei klinische Studien belegen, dass teora® mind von neurologischen Patienten gut angenommen wird und messbare Verbesserungen – insbesondere in Planung und Problemlösung – erzielt, die über die Ergebnisse herkömmlicher computergestützter Trainings hinausgehen.

Übungen

Anleitungen

Hier findest Du Text & Video Anleitungen zu bestimmten Themen.

Breakdown

Im Breakdown wird Dir genau aufgeschlüsselt was Du siehst.

Kurzanleitung

Falls Du mal die gedruckte Kurzanleitung verloren hast, bekommst Du sie hier als PDF.

Reinigungsanleitung

Auch die Reinigungsanleitung haben wir hier nochmal als PDF für Dich.